Isotopenverhältnis-Massenspektrometrie (IRMS)
Die Isotopenverhältnis-Massenspektrometrie ermöglicht die exakte Bestimmung der Stabilisotopen-Verhältnisse der Bioelemente Kohlenstoff (¹³C/¹²C), Stickstoff (¹⁵N/¹⁴N), Sauerstoff (¹⁸O/¹⁶O), Wasserstoff (²H/¹H) und Schwefel (³⁴S/³²S). Je nach Probenart und analytischer Fragestellung kann das Massenspektrometer wahlweise mit einem Elementaranalysator, einem Hochtemperaturofen, einem Gaschromatographen sowie einer Gasbench-Headspace-Einheit optional in Kombination mit einem Precon-Spurengasanreicherungsmodul gekoppelt werden.
Vor der Messung muss organisches Probenmaterial grundsätzlich in einfache, für die IRMS messbare Gase umgewandelt werden (N₂, CO₂, H₂, CO, SO₂), die mittels des Massenspektrometers auf ihre jeweiligen Isotopenverhältnisse untersucht werden können. Für die CN-Stabilisotopenanalyse wird das Probenmaterial dazu im Oxidationsreaktor des Elementaranalysators in Gegenwart von Sauerstoff zu N₂, CO₂ und SO₂ umgesetzt (EA-IRMS). Zur Messung der H- und O-Isotope werden die Proben im Hochtemperaturofen zu H₂ und CO konvertiert.
Durch vorhergehende gaschromatographische Trennung mit anschließender Oxidation der getrennten Analyten ist eine komponentenspezifische Stabilisotopenanalyse möglich (GC-C-IRMS). Diese wird beispielsweise bei der Untersuchung von Fettsäuremethylestern aus Triglyceriden oder Aromastoffen eingesetzt.
Die Kopplung der IRMS mit dem Gasbench-II-Headspace-System erlaubt die direkte Messung von CO₂ aus Bodenluftproben oder die Sauerstoffisotopenanalyse wässriger Lösungen nach Equilibrierung. Die Erweiterung dieses Systems mit dem Spurengasanreicherungsmodul Precon ermöglicht die Messung der Spurengase N₂O und Methan (nach Oxidation zu CO₂) aus Luftproben.